Wer gerade neu gebaut hat, kennt das: Das Hygrometer zeigt Werte, die auf den ersten Blick besorgniserregend wirken. Ist das normal – oder schon ein Problem?
Kurz zur Einordnung: Neubau ist nicht gleich Altbau
In den ersten Monaten nach der Fertigstellung ist ein Neubau grundsätzlich feuchter als ein eingewohntes Haus. Beton, Estrich, Putz und Mauerwerk enthalten Baufeuchte, die erst nach und nach austrocknet – das ist ein normaler, erwarteter Prozess.
Welche Werte sind normal?
Direkt nach dem Bau bzw. während der ersten Bauphase sind Luftfeuchtigkeitswerte von 75–85 % in unbeheizten oder frisch verputzten Räumen keine Seltenheit und für sich genommen kein Grund zur Sorge. Zum Wohnen und für den Möbeleinzug sollte sich die relative Luftfeuchtigkeit im Innenraum aber deutlich absenken – als grobe Richtgröße gelten für bewohnte Räume meist Werte zwischen etwa 40 % und 60 %.
Wann wird es kritisch?
- Wenn die Feuchtigkeit über Wochen oder Monate nicht spürbar sinkt
- Wenn sich Kondenswasser an Wänden oder Fenstern bildet
- Wenn ein muffiger Geruch auftritt oder sichtbare Schimmelflecken entstehen
In diesen Fällen lohnt es sich, aktiv gegenzusteuern – etwa durch kontrolliertes Heizen, richtiges Lüften und bei Bedarf technische Unterstützung durch einen Bautrockner.
Was du tun kannst
Regelmäßiges Stoßlüften, moderates Heizen auch in der Bauphase und – wenn es schneller gehen soll oder die Jahreszeit ungünstig ist – der gezielte Einsatz eines Bautrockners helfen dabei, die Baufeuchte kontrolliert zu reduzieren, statt sie einfach abzuwarten.
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